Jahresrückblick Regionalentwicklung Südweststeiermark 2021

Aktualisiert: 17. Jan.

Anfang des Jahres hat die Region Südweststeiermark ihre regionale Entwicklungsstrategie 2020+ vorgestellt. Unter den drei Leitthemen "Zukunftsraum - Klima & Umwelt - Lebenswelten" wird seither an der Umsetzung von Maßnahmen sowie der Erreichung der festgelegten Zielen gearbeitet. Als Vorsitzender für die Region Südweststeiermark möchte ich nun am Ende des Jahres drei Projekte hervorheben, die einen guten Einblick in die Entwicklung unserer Region geben.


Gemeinsam mit der Stv. Vorsitzenden LAbg. Mag.a Bernadette Kerschler vor dem Büro des Regionalmanagements Südweststeiermark im Grottenhof in Leibnitz.


Glasfaserausbau in der Region


Der regionale Glasfaserausbau schreitet zügig voran. Vor drei Jahren wurde in der Region Südweststeiermark der Breitbandmasterplan fertiggestellt. Auf dieser Basis konnten schon mehrere Ausbauprojekte in den Gemeinden umgesetzt werden. Im Frühjahr dieses Jahres konnten die Finanzmittel von Seiten des Bundes und des Landes für Glasfaserprojekte in neun weiteren Gemeinden in der Region bereitgestellt werden.

Nach weiteren Gesprächen bei der zuständigen Telekommunikationsministerin Elisabeth Köstinger konnten im Sommer die Finanzmittel für die restlichen positiv erledigten Anträge zusätzlich bereitgestellt werden. Von diesen Maßnahmen profitieren die Einwohner der Gemeinden Lebring, Lang, St. Johann im Saggautal, Oberhaag und St. Martin im Sulmtal. Die Region wird auch in Zukunft die Unterstützungen von Land und Bund maximal ausnutzen.


Gemeinsam mit Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl präsentierten wir im Frühjahr die Ausbauprojekte in den weiteren neun Gemeinden in der Südweststeiermark.


Photovoltaik


Durch den Beschluss des Erneuerbaren-Ausbau-Gesetzes (EAG) änderten sich die Rahmenbedingungen für die Produktion von Energie und Strom aus erneuerbaren Quellen erheblich - Stichwort Energiewende. Schon jetzt ist unsere Region steiermarkweit Vorreiterin im Bereich der Windkraft. Zukünftig soll besonders die Photovoltaik einen wichtigen Beitrag zur Energiewende beisteuern. Um eine regional abgestimmte und einen lokal akzeptierten Ausbau zu ermöglichen, hat sich die Region intensiv mit diesem Thema beschäftigt: Gemeinden sollen die Möglichkeiten haben, lokale Ausbauziele und Strategien zu verfolgen. Zusammen mit einem Ziviltechnikerbüro wurde in Abstimmung mit den Gemeinden ein Wegweiser erarbeitet, wie Photovoltaik zukünftig in hoher Qualität ausgebaut werden kann. Außerdem wurde auf Basis bestehender Leitlinien des Landes eine Karte erarbeitet, in welchen Bereichen der Region Freiflächenanlagen für Photovoltaik möglich erscheinen.


Mit dem EAG-Beschluss im Nationalrat haben wir in diesem Jahr den Schritt zur Energiewende gesetzt. Gemeinsam mit Abg.z.NR Tanja Graf, ÖVP-Energiesprecherin


Mobilität - regioMOBIL


Mobilität ist essenziell für die Attraktivität eines ländlich geprägten Lebens- und Wirtschaftsraumes. Neben wichtigen Weichenstellungen auf Bundes- und Landesebene ist es aber auch für die Gemeinden und die Region wichtig, sich um die sogenannte "letzte Meile" zu kümmern. Die Südweststeiermark ist seit jeher eine Vorreiterin im Bereich des Mikro-ÖV. Anfang des Jahres wurde die Neuausschreibung des regionalen Mikro-ÖV Systems durchgeführt und seit Mai ist dieses nun auch im Betrieb. Als Bestbieter in einem höchst professionellen Bieterverfahren hat sich die Graz-Köflacher Bahn und Busbetrieb GmbH (GKB) durchgesetzt.

Start von regioMOBIL - ein Erfolgsprojekt für die gesamte Region


In den nächsten Jahren stehen nun weitreichende Neuerungen an, so zum Beispiel eine durchgängige Buchung von ÖV und Mikro-ÖV sowie die Ausweitung des WeinMobils. Die Südweststeiermark geht damit konsequent den Weg weiter, individuelle Mobilität in enger Abstimmung zwischen Öffentlicher Personenverkehr im Großen und Mikro-ÖV im Kleinen für alle Bewohner*innen und Besucher*innen der Region zu gewährleisten.


Ausblick 2022


Im kommenden Jahr 2022 soll die regionale Entwicklungsstrategie schwerpunktmäßig um den Bereich Klimawandel bzw. Klimawandelanpassung erweitert werden. Im ersten Halbjahr werden die Gemeinden und weitere Institutionen gemeinsam mit der Region eine entsprechende Teilstrategie erarbeiten. In diesem Zusammenhang wird die Region auch einen Schwerpunkt im Bereich des Radverkehrs setzen, um auch den Alltagsradverkehrs in den Bezirken Leibnitz und Deutschlandsberg zu stärken.

Ein weiterer Schwerpunkt wird auch im Bereich Bildung liegen. Neben den etablierten Angeboten wie den regionalen Bildungsmessen - nächstes Jahr erweitert durch ein Angebot für Erwachsene - arbeitet man an neuen, auch tertiären Bildungsangeboten aufbauend auf regionale (Ausbildungs)Stärkefelder. Gerade in der Zusammenarbeit zwischen regionalen Unternehmen und Ausbildungseinrichtungen sehen wir große Chancen, um attraktive Bildungsangebote in der Region zu etablieren.


Ich danke meiner Stellvertreterin LAbg. Kerschler, den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der Bezirke Leibnitz und Deutschlandsberg, den Mitgliedern des Regionalvorstandes aus dem Landtag und Nationalrat, den Repräsentant*innen der Interessensvertretungen und den Mitarbeitern des Regionalmanagements für die exzellente Zusammenarbeit in den vergangenen Monaten für die Region Südweststeiermark!




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