Breite Mehrheit für den dreispurigen Ausbau der A9

Aktualisiert: 17. Jan.


Eine große IWS-Umfrage der WKO und des Gemeindebundes zeigt ein klares Bild. Die Betriebe und die Bevölkerung in der südlichen Steiermark wollen den raschen dreispurigen Ausbau der Pyhrnautobahn – demnach beurteilen 83% der Teilnehmer der Umfrage den verordneten Planungsstopp der Bundesministerin Gewessler negativ. Es ist nun an der Zeit die Gemeinden und die regionalen Betriebe bei diesem für die Region wichtigen Projekt wieder einzubinden und das Ausbauprojekt zu starten.


„Gemeinsam mit Abg.z.NR Ernst Gödl, WKO-Steiermark Präsident Josef Herk, WKO-Direktor Dr. Karl-Heinz Dernoscheg und Cargo Center Graz Geschäftsführer Franz Glanz setzen wir uns energisch für einen raschen Ausbau der A9 im Bereich des Cargo Centers ein.“


Die Empörung war schon bei der Verkündigung des Planungsstopps enorm. Die Menschen vor Ort kennen die Situation an der A9 südlich von Graz allzu gut – Überlastung und Staus stehen seit Jahren an der Tagesordnung. Der Weg zum Arbeitsplatz, die Fracht zum Cargo Center Graz und der Warentransport zu den Betrieben wird zum täglichen Nadelöhr für unsere Region und diese Belastung wird laut Prognosen in den kommenden Jahren auch kontinuierlich zunehmen: https://www.joachim-schnabel.at/post/%C3%BCberlastung-und-stau-die-a9-braucht-die-dritte-spur

Besonders für die Pendlerinnen und Pendler und die Betriebe vor Ort ist dieser Zustand zukünftig nicht mehr tragbar.


88% der Teilnehmer sprechen sich für den dreispurigen Ausbau aus


Insgesamt 1.0234 Unternehmerinnen und Unternehmer sowie 1.159 Anrainer aus dem Zentralraum Graz und in der Südsteiermark nahmen an der großen Umfrage der WKO und des Gemeindebundes zum Planungsstopp für den dreispurigen Ausbau der A9 südlich von Graz teil. Mit einem klaren Ergebnis: 88% der Befragten sprechen sich für einen dreispurigen Ausbau aus. Dieses deutliche Bekenntnis zeigt deutlich, dass der einseitige Planungsstopp von Seiten des Verkehrsministeriums nicht im Sinne der Menschen vor Ort gelten kann.


Interview mit dem ORF Steiermark zum Ergebnis der Umfrage


Besonders drei Punkte der Umfrage gilt es genauer zu beachten


94% der Teilnehmer haben die Befürchtung, dass in Zukunft aufgrund der häufigen Staus die Umweltbelastung zunehmen wird. Das Thema Lärm und Abgase ist besonders in den Gemeinden am Rande der Autobahn ein großes Thema, denn schon heute weichen zahlreiche Autofahrerinnen und Autofahrer auf die niederrangigen Bundes- und Landesstraßen und gar auf die Gemeindestraßen aus. Nicht ohne Grund sehen 73% der Befragten den drohenden Verkehrskollaps als eine große Herausforderung für die Region. Und diesen Kollaps wird man allein mit dem Öffentlichen Verkehr nicht aufhalten können - eine Einschätzung, die von satten 68% der Befragten geteilt wird.



Rund 87% der Befragten geben an, dass die A9 häufig überlastet ist und Staus regelmäßig vorkommen.


Verkehrssicherheit auf der Autobahn und in den Gemeinden muss oberste Priorität haben


Auch die erhöhte Unfallgefahr durch die fehlende dritte Spur wurde von vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmer angesprochen. Schon heute sehen 78% der Befragten diesen Teilabschnitt der Pyhrnautobahn an ihren Kapazitätsgrenzen angekommen. Verstopfte Ab- und Zufahrten, zahlreiche LKWs zu den Zulieferbetrieben aber auch der Transit stellen eine große Belastung für unsere Region dar. Darunter leidet jetzt schon die Verkehrssicherheit. Diese gilt es nun zu erhöhen. Nur eine dritte Spur kann einen zügigen Verkehr auf der A9 gewährleisten und die Straßen in der Region sinnvoll entlasten.

Die Anrainer beschweren sich über den tagtäglichen Stau und über das Ausweichen der Fahrzeuge in die Wohngebiete. Deshalb braucht es hier die dritte Spur, um die Lebensqualität wieder erhöhen zu können! (Video: Steiermark Heute, 13. Jänner 2022 ©ORF)


Die Logistikunternehmen brauchen sichere Just-in-Time-Lieferungen


Die Präsentation der Studie fand nicht ohne Grund beim großen Güterterminal Cargo Center Graz in Werndorf statt. Mit der Koralmbahn entstehen für den schienengebundenen Gütertransport neue Möglichkeiten über unsere Region hinaus. Besonders die regionalen Betriebe können mit dem Ausbau der Schieneninfrastruktur ihre Waren einfacher und klimafreundlich zu den großen Häfen Europas transportieren. Jedoch braucht es für den Transport vom Güterterminal zu Betrieben schnelle, sichere und zeitgenaue Lieferungen, die nur mit gut ausgebauten Straßen in der Region möglich werden. Der tägliche Stau auf der A9 im Bereich des Cargo Centers Graz gefährden den Umstieg der Waren auf die Schiene für die weite Strecke, denn unsichere Just-in-Time-Lieferungen sind nicht nur Gift für unseren Wirtschaftsstandort, sondern auch für die nötige Mobilitätswende.


Die Region einbinden


Es wird eine weitere Untersuchung über die Notwendigkeit des dreispurigen Ausbaus der A9 zwischen Konten Graz West und Wildon geben. Die Fakten sprechen dennoch jetzt schon eine klare Sprache – der Ausbau wird unabdingbar sein. Die Gemeinden brauchen die notwendige Entlastung auf ihren Straßen. Besonders die Verkehrssicherheit muss stets die oberste Priorität genießen, stockender Verkehr birgt Unfallrisiken. Und für unseren Wirtschaftsstandort und für eine klimafreundliche Mobilitätswende braucht es den guten Anschluss zum Güterterminal Cargo Center Graz. Die Umfrage zeigt, dass die Menschen den dreispurigen Ausbau der A9 wollen. Gestalten wir nun gemeinsam ein umfassendes Verkehrskonzept für die gesamte Region, die alle Beteiligten einbindet und eine praktikable Lösung des Straßen- und Schienenverkehrs schafft. Die dritte Spur der A9 ist ein wichtiger Baustein für ein nachhaltiges Verkehrskonzept der Zukunft.



Breite Zustimmung für einen zeitnahen Ausbau der A9

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