Dringender Handlungsbedarf beim Thema Wasserstoff

Es braucht jetzt eine Nationale Wasserstoffstrategie und eine Beschleunigung bei den UVP-Verfahren. Die Klimaschutzministerin Gewessler soll daher rasch Lösungen präsentieren.


Der Angriffskrieg auf die Ukraine stellt uns vor eine kritische Situation in der Energieversorgung. Jetzt braucht es ein rasches Handeln, um die Energieversorgung in unserem Land auch unabhängig vom fossilen russischen Erdgas sicherstellen zu können. Neben der Einfuhr auch Erdgas aus anderen Erdteilen ist auch eine Nationale Wasserstoffstrategie notwendig, die die Energieversorgung in Österreich mittelfristig sauber und unabhängig gewährleisten kann.

Wasserstoff ist vielseitig einsatzbar. Besonders für die Industrie braucht es ein Ersatz für fossiles Erdgas. Aber auch im Straßenverkehr kann klimafreundlicher Wasserstoff eingesetzt werden. In den Bezirken Leibnitz und Deutschlandsberg ist ein Wasserstoff-Taxi schon unterwegs.


Andere europäische Länder als Vorbild nehmen


In vielen europäischen Ländern wurden in den vergangenen Jahren nationale Wasserstoffstrategien, so 2020 z.B. in Deutschland, mit dem Ziel verabschiedet, durch einen schnellen Markthochlauf erneuerbaren Wasserstoff und seine Folgeprodukte als Schlüsseltechnologie für die Energiewende und die Versorgungsunabhängigkeit zu etablieren. Leider haben wir in Österreich noch keine Nationale Wasserstoffstrategie auf den Weg gebraucht. Ideologische Vorbehalte und die fehlende Technologieoffenheit bei einigen Klimaschützern haben diesen Prozess bisher gehemmt. Besonders der erneuerbare Wasserstoff, also Wasserstoff aus der Produktion mit Strom aus Erneuerbaren wie Wind- oder Sonnenenergie, stellt einen wesentlichen Baustein für die Unabhängigkeit unserer Energieversorgung für die Industrie und für den Klimaschutz dar.

Schon im vergangenen Jahr habe ich im Plenum eine Nationale Wasserstoffstrategie gefordert, als die Gasversorgung noch kein akutes Thema war. Video: © ORF


Klimaschutzministerium ist gefordert


Klimaschutzministerin Gewessler ist deshalb in diesen Tagen gefordert, auch in diesem Bereich die erforderlichen Handlungen rasch umzusetzen und eine Nationale Wasserstoffstrategie zu präsentieren. Schon unter Bundesministerien Köstinger wurden Anfang 2019 die ersten Schritte für eine Nationale Wasserstoff gesetzt. Auch heimische Unternehmen setzen auf diese saubere und unabhängige Zukunftstechnologie. Steirische Unternehmen, wie z.B. HypTec aus Lebring sind im Bereich der Wasserstofftechnologie im internationalen Spitzenfeld. Diese Potenziale gilt es mit einer Nationalen Wasserstoffstrategie zu nützen und zu bündeln.

Werksbesuch bei der Firma HypTec mit Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer in Lebring. Besonders für die heimische Wirtschaft bietet das Thema Wasserstoff extrem viele Potenziale. (FOTO: Michaela Lorber)


UVP-Verfahren beschleunigen


Daneben müssen auch die UVP-Verfahren für den Ausbau der Erneuerbaren rasch beschleunigt werden. Eine entsprechende Novelle gilt es gerade jetzt in Umsetzung zu bringen. Auch hier dürfen ideologische Scheuklappen kein Hindernis darstellen. Die Energiewende für eine unabhängige und auch klimafreundliche Energiesicherheit ist jetzt notwendig.

Im Gespräch mit Klimaschutzministerien Gewessler habe ich im Plenum und in den Ausschüssen immer wieder auf die Notwendigkeit einer raschen Auserarbeitung und Umsetzung einer Nationalen Wasserstoffstrategie hingewiesen. Die globale politische Situation und der Klimawandel erlauben uns hier in diesem Bereich keine Verzögerungen mehr. Auch die heimische Industrie braucht sichere und günstige Energien.

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